Papier ist nicht gleich Papier

Das Manuskript ist fertig. Bei der Kalkulation Ihres Angebots stehen Sie nun vor der Frage, welches Papier nehmen Sie und was sind das für weitere Angaben neben dem Papiernamen. Damit Sie sicher eine für Sie passende Auswahl treffen können, möchten wir Sie in diesem Beitrag an das Thema Papier heranführen und zeigen, dass Papier sehr vielseitig sein kann.

Gestrichene und ungestrichene Papiere

Vorab können wir die Papiere in zwei Kategorien einteilen: ungestrichen und gestrichen. 

Als ungestrichene Papiere bezeichnet man alle Papiere, die keine zusätzlichen synthetischen Inhaltsstoffe enthalten. Dadurch ist die Papieroberfläche offenporig und leicht angeraut. Bei genauerem Hinsehen lassen sich die einzelnen Papierfasern erkennen. Ungestrichenes Papier saugt stark die Druckfarbe auf und lässt sich gut nach dem Bedrucken noch beschreiben.

Gestrichene Papiere haben dahingehend eine zusätzliche Veredelung, wodurch die Papieroberfläche versiegelt wird und die Fasern geglättet werden. Die Oberfläche fühlt sich glatt an und erscheint glänzender als ungestrichenes. Da gestrichenes Papier nicht so stark die Druckfarbe aufnimmt, ist eine detaillierte Wiedergabe möglich. Es lässt sich jedoch nicht ganz so leicht beschreiben.

Photo by Brandi Redd on Unsplash.

Die Farbe des Papiers

Nicht jedes Papier ist gleich weiß, obwohl sie dieselbe Farbbezeichnung besitzen. Bei unseren Papiere finden Sie die Begriffe hoch-weiß, weiß und  gelblich-weiß.

Der sogenannte Weißgrad des Papiers entsteht durch die in der Papierherstellung hinzugefügte Menge an Aufhellern. Diese bestimmen die Reflexionsstärke, das heißt die Menge an reflektiertem Licht. Je mehr Licht vom Papier reflektiert wird, desto weißer erscheint es uns. Zusätzlich zur Reflexionsstärke spielt auch der papiereigene Farbstich eine entscheidende Rolle in der menschlichen Wahrnehmung des Weißgrads, wobei diese stark subjektiv ist.

Wenn Sie einen reinen Roman schreiben, empfiehlt es sich ein Papier mit niedrigerem Weißgrad zu wählen. Dadurch ist der Kontrast zwischen Papierfarbe und in der Regel schwarzer Schrift nicht zu stark und für das menschliche Auge angenehmer zu lesen. Haben Sie ein Buch mit vielen farbigen Fotos und Grafiken sollten Sie lieber ein weißeres Papier wählen, da hier die Farbwiedergabe nicht durch die Papierfarbe beeinflusst wird.

Welche Grammatur ist die richtige für mein Buch?

Das Papiergewicht wird mit der sogenannten Grammatur angegeben. Sie wird angegeben in Gramm pro Quadratmeter. Im engen Zusammenhang zur Grammatur stehen haptische Festigkeit und Opazität (lat. Lichtundurchlässigkeit) des Papiers. Grundsätzlich lässt sich sagen, je geringer die Grammatur ist, desto geringer ist auch die Festigkeit und die Opazität. Oft wird die Grammatur fälschlicherweise mit der Papierdicke gleichgesetzt. 

Die Wahl der Grammatur sollte immer in Betrachtung mit dem Buchinhalt und der Nutzung getroffen werden. Üblich sind Grammaturen zwischen 80 g/qm und 135 g/qm. Für Romane eignet sich ein 80 g/qm oder 100 g/qm Buchdruckpapier. Bei Handbüchern gilt die gleiche Grammaturempfehlung. Dahingegen kann man bei einem hochwertigen Bildband auch schon mal zu einem 135 g/qm Bilderdruckpapier greifen. Sie sollten dabei immer bedenken, dass je höher die Grammatur Ihrer Seiten ist, desto starrer wird das Buch zum Schluss sein, was eventuell das Blättern beeinträchtigt.

Photo by Andrew Pons on Unsplash.

Unser Sortiment

Da es so eine große Vielfalt an Papieren auf dem Markt gibt, können wir nicht jedes einzelne Papier auf Lager haben. Wir haben aber eine gute Auswahl an ungestrichenen sowie gestrichenen Papieren für Sie zusammengestellt, die wir regulär als Standardpapiere führen und die jederzeit verfügbar sind. Nichts desto trotz gehen wir auch auf besondere Papierwünsche ein, um für Ihr Buch ein passendes Papier zu finden. Gern können Sie uns daher Ihre Papiervorstellungen mitteilen, sodass wir bei unserem Papierlieferanten ähnliche Papiere anfragen können.

Wir helfen gern mit Beratungen und Papiermustern weiter!

Sie sind immer noch unsicher, welches Papier das richtige für Ihr Buch ist? Oder haben noch kein Gefühl für die verschiedenen Varianten einer Papierart? Dann können Sie sich hier ganz einfach und unkompliziert ein kostenfreies Musterpaket bestellen.

Wenn Sie Fragen haben oder weitere Hilfe bei der Papierwahl benötigen, melden Sie sich gerne, entweder per Mail an oder telefonisch unter der ✆ 03677 – 46 92 43. Wir helfen Ihnen weiter! Ist die Wahl des Papiers bereits getroffen, können Sie sich bequem von Zuhause ein unverbindliche Angebot über unseren Kalkulator unter https://www.bis500druck.de/ einholen.

Ihr bis500-Team


Das könnte Sie auch interessieren


Dicke und dünne Striche - ISBN als Barcode

Sie möchten auf Ihrem Buchumschlag Ihre zuvor erworbene ISBN abbilden. Welche Informationen sich hinter einem Barcode verstecken und welche Gestaltungsaspekte Sie für Ihr Buch beachten sollten, erzählen wir Ihnen in unserem heutigen Beitrag:

Was ein Barcode ist und welche Funktionen er erfüllt

Ein Barcode ist ein sogenannter Binärcode. Man findet ihn auch unter Bezeichnungen wie Balkencode oder Strichcode wieder. Vereinfacht betrachtet handelt es sich um eine Schrift, welche aus verschieden breiten, parallelen Strichen und Lücken besteht. 

Ein laserbasierten Scanner liest die Breite der Striche aus. Mit anderen Worten er misst die Reflektion der hellen und dunklen Abstände.  Dieser Fotosensor übermittelt die erfassten Daten an die Leseeinheit und die Dekodiereinheit des Scanners. Dabei werden die optischen Signale in Einsen und Nullen umgewandelt. Diesen Binärcode kann ein Computer interpretieren und die im Barcode hinterlegten Daten entsprechend ausgeben.

Die verschlüsselten Daten finden Anwendung in Warenwirtschaftssystemen, Handel und Logistik.

Photo by D PI on Unsplash.

Der Aufbau eines Barcodes

Ein Barcode spiegelt unter Anwendung der EAN-13 die ISBN wider. EANs sind europäische Artikelnummern, mit welcher Produkte im Handel identifiziert und im Warenwirtschaftssystem mit den dazugehörigen Informationen abgelegt werden.

Die Ziffernfolge besteht hauptsächlich aus der ISBN ohne ISBN-Prüfziffer. Vor der ISBN werden bei uns für Bücher die Ziffern 978 und nach der ISBN die Prüfziffer der EAN gesetzt. Dadurch entstehen ähnliche Nummern wie die ISBN, wobei sie sich nicht gänzlich gleichen und sich eindeutig als Barcode erkennen lassen.

Der Barcode selbst wird gerahmt von Start- und Schlusszeichen. Optional können Texte, die ISBN in Ziffern und auch der Preis, mit eingedruckt werden.

Zudem sind Add-on Barcodes verfügbar. Diese sind kürzer und dienen der Verschlüsselung von bis zu fünf weiteren Ziffern. Man nennt sie daher auch EAN-5. Bei Büchern können sie genutzt werden, um den Preis zusätzlich als Barcode abzubilden.

Größe und Farbe mit bedacht gewählt 

Sie können bunt gestalten, so viel Sie wollen. Der wichtigste Punkt bei einem Barcode ist die Lesbarkeit durch den Scanner. Kann der Scanner den Barcode nicht erfassen, ist dieser vollkommen nutzlos.

Verschiedene Farbkombinationen funktionieren zwar. Aber am besten verwenden Sie den klassisch schwarz gedruckten Barcode auf weißem Hintergrund.  Wenn Sie den Barcode auf Ihrem farbigen Buchcover platzieren möchten, können Sie auch eine weiße Hintergrundfläche nutzen. Zudem sollten Sie auf spiegelnde Oberflächen wie Metallic-Folien verzichten, da diese den Barcode nicht lesbar machen.

Designed by Freepik.

Ein laserbasierten Scanner liest die Breite der Striche aus. Mit anderen Worten er misst die Reflektion der hellen und dunklen Abstände.  Dieser Fotosensor übermittelt die erfassten Daten an die Leseeinheit und die Dekodiereinheit des Scanners. Dabei werden die optischen Signale in Einsen und Nullen umgewandelt. Diesen Binärcode kann ein Computer interpretieren und die im Barcode hinterlegten Daten entsprechend ausgeben.

Die verschlüsselten Daten finden Anwendung in Warenwirtschaftssystemen, Handel und Logistik.

Barcodes sind genormt. Das heißt, sie sind nach der DIN 1556 und ISO/IEC 15420 genormt. Die Idealgröße liegt bei etwa 35 x 26 mm. Dieses Format kann nach oben und unten ein wenig abweichen. Dabei muss der Barcode in der Höhe mindestens 15 mm messen.

Haben Sie die passende Größe festgelegt, kann der Barcode von Ihnen in die Covergestaltung integriert werden. Gängige Format sind Photoshop-Dateien (.eps), pdf-Dateien (.pdf) und Bildformate (z. B. .jpg oder .png). In der Regel sitzen Barcodes auf der Rückseite eines Buches. Dabei variiert die Platzierung von unten links bis oben rechts.

Möglichkeiten der Erzeugung von Barcodes

Um einen Barcode zu generieren, gibt es verschiedene Optionen. Welche Option Sie nutzen können, hängt von Ihrer möglichen Programmauswahl ab.

  1. Die erste Möglichkeit ist komplett programmunabhängig. Sie kaufen die Erstellung des Barcodes als Dienstleistung ein. Es ist simpel und macht Ihnen keine Mühen. Sie können beispielsweise direkt über die ISBN-Agentur, dort wo Sie bereits Ihre ISBN kaufen, einen generierten Barcode erhalten.
  2. Die nächste Option bereitet Ihnen ebenfalls wenig Arbeit. Im Internet finden Sie verschiedene Anbieter, über welche Sie kostenfrei online Ihren Barcode generieren können. Je nach Umfang des Anbieters haben Sie hierbei die Möglichkeit, Größe, Hintergrundfarbe und Farbe des Barcodes zu ändern. Zudem können Sie angeben, welches Dateiformat Sie erhalten möchten.
  3. Es gibt zudem verschiedene Software auf dem Markt, die Sie kaufen bzw. bei Open Source-Software kostenfrei downloaden können. Das ist natürlich davon abhängig, wie viel Sie ausgeben möchten und welche Funktionen die Software besitzen soll.
  4. Nun geht es etwas spezifischer weiter. Wenn Sie die Adobe Programme InDesign, Illustrator oder Photoshop nutzen, können Sie über sogenannte Plug-ins ebenfalls Barcodes erstellen. 
  5. Aber man braucht nicht unbedingt die umfangreichen Programme. Es reicht auch aus, wenn Sie Microsoft Word nutzen. Dort haben Sie zwei Möglichkeiten, einen Barcode darzustellen:
  • Zunächst einmal gibt es Barcode-Schriften. Bekannt sind Code39, Code128 und EAN13. Bei diesen werden Zeichen durch Striche ersetzt und so entsteht der Barcode. Allerdings kann nicht jede Schriftart gleich viele Zeichen interpretieren.
  • Für die andere Möglichkeit benötigen Sie keine zusätzliche Schrift. Sie erzeugen ein Eingabefeld mit “Strg + F9”. Zwischen die geschweiften Klammern wird der Befehl DisplayBarcode „ISBN ohne Striche“ EAN13 \t geschrieben. Als nächstes klicken Sie in das Feld und drücken erneut F9. Und schon erhalten Sie den Barcode zu Ihrer ISBN. Die Endung /t hat die Funktion, unter dem Barcode die ISBN in Ziffern anzuzeigen. Lassen Sie den Zusatz weg, entfällt die zusätzlich lesbare ISBN. Diese Funktion können Sie ab der Word Version 2013 nutzen.
  • Die Möglichkeit über eine Barcode Schrift zu gehen, können Sie übrigens auch in jedem anderen Schreibprogramm nutzen. Das beschränkt sich keinesfalls nur auf die Microsoft Programme. 

Alle Bestandteile Ihres Buches sind bereit für den Druck

Der Barcode ist eingefügt, Texte und Gestaltung sind fertig. Mit unserem Preisrechner unter https://www.bis500druck.de/ können Sie Ihr finales Angebot kalkulieren und sich danach direkt im Anschluss per E-Mail zuschicken lassen.

Wenn Sie Fragen haben, können wir Ihnen gern weiterhelfen. Rufen Sie uns gern unter ✆ 03677 – 46 92 43 an oder schreiben Sie uns Ihre Fragen per E-Mail an .

Ihr bis500-Team


Das könnte Sie auch interessieren
  • Für den Barcode benötigen Sie eine ISBN. In einem unserer Beiträge erklären wir Ihnen, wie Sie eine ISBN erwerben können.
  • Der Barcode findet seinen Platz in der Coverstaltung. Lesen Sie, worauf Sie bei der Gestaltung des Covers achten sollten.
  • Ein Anbieter für das Generieren von Barcodes stellen wir Ihnen hier vor.
  • Mit der Software von Softmatic können Sie Barcodes erstellen.